
Liebe Eltern, Hand aufs Herz: Wann habt ihr das letzte Mal die Füße eurer Kids messen lassen? Viele wissen gar nicht, dass die reine Schuhgröße (also die Länge) nur die halbe Miete ist. Weil Kinderfüße so individuell sind wie die Kleinen selbst, setzen wir in unserem neuen Laden voll auf das bewährte, zertifizierte WMS-System (Weit – Mittel – Schmal).
Bei uns gibt es kein Schätzen und kein Daumendrücken. Wir nutzen ein klassisches WMS-Messgerät zum Draufstellen. Das macht den Kids Spaß und gibt uns präzise Daten. Hier erfahrt ihr, warum dieses System so wichtig für die Fußgesundheit eures Kindes ist und worauf es wirklich ankommt!
1. Das Geheimnis der drei Weiten: W, M und S
Kinderfüße wachsen dreidimensional. Ein kräftiger Fuß mit hohem Spann braucht völlig andere Schuhe als ein sehr zierlicher, schmaler Fuß. WMS teilt Kinderschuhe und Füße in drei Weiten ein:
- W (Weit): Für fülligere Füße, die im Mittelfußbereich mehr Volumen benötigen.
- M (Mittel): Die Passform für den durchschnittlichen Kinderfuß.
- S (Schmal): Für zierliche Füße, die in normalen Schuhen haltlos hin- und herrutschen würden.
Das Problem bei falscher Weite: Ist der Schuh zu weit, rutscht der Fuß bei jedem Schritt nach vorne und die Zehen werden schmerzhaft gestaucht – genau wie bei einem zu kurzen Schuh! Ist der Schuh zu eng, werden Sehnen und Muskeln eingequetscht.
2. Warum Kinder den Schmerz oft nicht spüren
„Drückt der Schuh mein Schatz?“ – Diese Frage bringt beim Schuhkauf leider recht wenig. Das Nervensystem von Kindern ist in den ersten Lebensjahren noch nicht vollständig ausgereift. Das bedeutet: Kinder spüren oft gar nicht, wenn ein Schuh drückt oder viel zu klein ist. Zudem sind ihre Knochen noch weich und biegsam. Sie passen sich dem falschen Schuh an, anstatt sich zu beschweren. Fehlstellungen im Erwachsenenalter sind häufig die Spätfolge.
3. Der Zuwachsraum ist fest eingebaut
Wenn wir die Füße eures Kindes auf unser Messgerät stellen, zeigt uns die WMS-Skala nicht nur die aktuelle Größe, sondern berechnet automatisch den nötigen Spielraum (die sogenannte Zuwachs- und Abrolltoleranz) mit ein. Ein perfekt sitzender Kinderschuh braucht vor den Zehen etwa 12 bis 15 mm Platz, damit der Fuß beim Gehen natürlich abrollen und wachsen kann.
4. Wie oft solltet ihr zum Nachmessen kommen?
Kinderfüße wachsen in Schüben – manchmal mehrere Größen in wenigen Monaten. Als Faustregel empfehlen wir:
- Kleinkinder (1–3 Jahre): Alle 2 bis 3 Monate nachmessen lassen. Die Füße wachsen im Schnitt 1,5 mm pro Monat!
- Kindergartenkinder (3–6 Jahre): Alle 3 bis 4 Monate kontrollieren.
- Schulkinder (ab 6 Jahren): Alle 5 bis 6 Monate überprüfen lassen.
Unser Versprechen an euch
Da jede Schuhmarke trotz gleicher Größenangabe völlig anders ausfällt, messen wir markenunabhängig direkt am Fuß. Wir nehmen uns die Zeit, die euer Kind braucht, und testen geduldig, ob die WMS-Weite des Wunschschuhs auch in der Praxis perfekt sitzt.
Kommt vorbei, stellt eure Kids auf unser Messgerät und startet mit dem guten Gefühl in den Sommer, dass eure Kleinen auf gesundem Fuß leben! 🎈
